Über Timo Jakola
Die Idee von der Neuillustrierung des Filmes als Gemälde ist etwas völlig anderes als meine früheren Arbeiten als Visualisierer von Rock-Musik, erzählt Timo Jakola, 1957 in Finnland geboren. Ein Film wurde bereits visualisiert, was kann man dazu noch ergänzen? Meine Arbeit wurde nicht dadurch erleichtert, dass Aki Kaurismäki ein charismatischer Regisseur und Mensch ist, der seine eigene Bildwelt geschaffen hat. Mein Ziel ist, als eine Art Regieassistent zu arbeiten, ohne dass ich den Lauf des Filmes beeinflusse. Ich versuche, als unbeteiligter Beobachter, als Detailsucher tätig zu sein.
Aki macht seine Kunst nicht für große Massen und passt auch hervorragend zu meiner Mentalität ergänzt Jakola. Als er die Erlaubnis von Aki Kaurismäki bekam sein Ausstellungsprojekt zu realisieren, gab es acht Jahre lang in seinem Leben kaum etwas anderes mehr. Dies können seine Frau und seine Freunde bezeugen. Die Frau hat er noch, aber die Freundschaften haben darunter gelitten.
Jahrelang hatte Jakola Aki Kaurismäkis Werdegang als Filmkünstler und das für ihn typische Reduzierte an seinen Bildern, dem Schauspiel, dem Dialog, den Gesichtsausdrücken bewundert. Akis schläfrige Stadt und das schmucklose Leben seiner Figuren sind besonders malerisch. Die Menschen in seinen Filmen sprechen wenig miteinander, aber die Schweigsamkeit und die Gestik machen großen Eindruck. Gerade dies will Jakola in seinen Gemälden zum Ausdruck bringen. Die Filme zeigen keine Actionepisoden, Sex oder Horror sondern sind durch Liebe und das Zwischenmenschliche gefüllt.
Jakola sagt in Aki Kaurismäki einen Seelenverwandten gefunden zu haben. Ihre Welten sind einander sehr nah. Man kann in die Nacht der Großstadt rufen und kennt dabei die Antwort: es gibt keine!
Die Kulturlandschaft der Stadt mit all ihren extremen Bedingungen ist Jakolas liebster Motivkreis. Die neblige, schneebedeckte, nasse Straße mit ihren Passanten und Lichtern ist das Element, das Jakola zu malen leicht fällt.
In seinen früheren Werken spiegelt Jakola als Rocklyrik-Maler das Werk einflussreicher finnischer Rockmusiker wider. Der Übergang zur Filmwelt war für ihn Furcht erweckend und faszinierend zu gleich.
Ausstellungen
- 18.04.2007 bis 19.05.2007
Wolken ziehen drüber - 13.04.2005 bis 28.05.2005
Solang es Nacht ist
Vita Timo Jakola
1957 geboren in Finnland
verheiratet mit der Textilkünstlerin Sanna Lappalainen
Ausbildung
1985-86
Kunstverband Helsinki
1982-83
Kunstverband Lahti (Dozent Antti Ukkonen)
Einzelausstellungen (Auszug)
2005
Frankfurt am Main, Potsdam BRD, Vilnius LIT
2002
Helsinki
2001
Helsinki, Hollola
2000
Hollola
1999
Helsinki, Hollola, Turku
1998
Helsinki, Hollola, Hämeenlinna, Lahti, Turku
1997
Helsinki, Lahti, Tampere
1996
Helsinki, Lahti
1995
Helsinki, Lahti
Ausstellungsbeteiligungen (Auszug)
2002
Artothek des Kunstverbandes Lahti / LTS Ausstellung der Künstler der Stadt Lahti, Galerie Kipinä, Lahti, Hollola, Pyhäniemi
2001
Hollola, Pyhäniemi, Kulturzentzrum Tammisaari / Ekenäs
2000
Kulturzentrum Tammisaari / Ekenäs
1995
Galerie Dix, Helsinki
1994
Galerie Zaza, Helsinki
1993
Villa Danielson-Kalmari, Asikkala
Werke in Sammlungen
Heinola Stadt
Helsinki Stad
Hollola Kommun
Lahti Stadt
Neste Oy, Helsinki
Sinebrychoff Oy, Helsinki
Sammlung Prof. em. C.E. Sonck