Unsere Künstler : Merja Herzog-Hellstén

 synart

Über Merja Herzog-Hellstén

Am ehesten ist Merja Herzog-Hellstén (* 1969) eine thematische Künstlerin. Sie sucht nach Konzepten, die sie fesseln, durch Zeitgeschehnisse anregen oder als vielschichtige künstlerische Prozesse zu einer Untersuchung herausfordern. Als Methodik bei der Auslotung und Definition des Prozesses, sowie des Konzeptes, hat sie wiederholt und mehrfach empirische Kartierungsmethoden benutzt. Deshalb tragen viele ihre Projekte den Begleitbegriff „Kartierung“ in sich.

Die Entstehung einer Linie und dessen Entmaterialisierung durch Licht (ORG.ORGANIS 2003, Museum Papiermühle Homburg), sowie die darauf folgenden Arbeiten „Wirbel“ (2003 Remisengalerie, Hanau und 2004 Galeriehaus, Nürnberg), „Wirbelungen“ (2004 Lichtkunstpreis, Finalist, Lüdenscheid und 2005 Kölner Kunstverein Rechts-Rheinisch) und „Border Zone“ (2004 Justus-Liebig-Haus, Darmstadt) sind einige Beispiele hiervon. Mit dem Thema FLUECHTIG (2005 Haus der Stadtgeschichte, Offenbach mit Anja Hantelmann) visualisierte und kartierte sie die Vergänglichkeit mittels Wasser und baute eine großformatige Installation um die Flüchtigkeit während der Bewegung zu akzentuieren. Im Projekt „Intervallisches Fehlen“, 2006, dessen rhythmischer Ursprung sich auf den Andernacher Geysir bezieht, kartierte und untersuchte sie die Möglichkeit, im Gegensatz zum Geysir, das menschliche Rhythmenmuster bildnerisch darstellen zu können. Es entstanden die sog. BIOGRAMME, die wiederum zu einer Großinstallation in Zusammenarbeit mit dem Komponisten Dr. Armando Tranquilino (USA) zu einem Interdisziplinären Werk verbunden wurden. In der Erfindung von „Luftblasenmalerei“ fand sie 2006 die Lösung für ihre thematische Installation „Freischwimmer“ (Städtische Galerie, Schloss Philippsruhe, Hanau).

Licht und Leichtigkeit, Analyse und Prozess, Materialsprache beim Ausloten der visuellen Kommunikationsmöglichkeiten usw. tragen dazu bei, dass die Themen, die Merja Herzog-Hellstén bearbeitet, unterschiedliche Gestalt annehmen. Jedoch verbinden sie alle die Neugierde zum Hinterfragen und die Lust am Kartieren, in dem die vielfältigen Kodexe und Modi das Visuelle signieren.

Ausstellungen

Vita Merja Herzog-Hellstén

Geboren: 1969 in Lohja Finnland.

Lebt und arbeitet in Hanau.

1991

Bachelor of Arts (Freie Kunst)(Honors), CLU, Thousand Oaks, USA.

1993

Master of Arts (Freie Kunst)(Honors), NAU, Flagstaff, USA.

1993-1994

Arbeitsaufenthalt in Salzburg, Österreich.

Seit 1994

Freischaffende Künstlerin und Dozentin in Deutschland.

1994-2003

Universität Tübingen, Zeicheninstitut, Lehrauftrag für Bildhauerei.

Stipendien und Auszeichnungen

2004

Finalist, Lichtkunstpreis, Lüdenscheid;

2000

Atelier Stipendium, Stadt Gmünd, Österreich;

1997

Atelier Stipendium, „Weißes Häusle“, Hechingen;

1992

Phi Kappa Phi Society, NAU, USA;

1991

Hilleson Art Award, CA, USA;

1990

California Builder’s Architectural Award, USA;

1989

California Builder’s Architectural Award, USA

Publikationen und Medienberichte

2007

Dokumentationskarte „WIR SPRECHEN UNS“ + Postkartenreihe „WIR SPRECHEN UNS“;

2006

SWR4 Rundfunkbericht über eine interdisziplinäre Installation „Intervallisches Fehlen“ zusammen mit den komponisten Armando Tranquilino (USA);

2005

Katalog „fluechtig“,

2005

Radio X Rundfunkbericht;

2003

Katalog „ORG.ORGANIS“;

2002

Videofilm der Installations-Performance „etwa ein durchgangs-raum“;

2000

Katalog „Stadtkünstlerin“, Gmünd, Österreich;

1999

Katalog „Wo die Schatten lange liegen“;

1996

SWF Fernsehbericht.

Ausstellungen (Auswahl)

Legende

(E) = Einzelausstellung

(K) = Katalog

(D) = Doppelausstellung

(B) = Beteiligung

(V) = Video

2007

FRANKFURT Synart Art Gallery (E) (K)

SCHRECKSBACH/ALSFELD Galerie Holzburg (E)

2006

LEUTESDORF Galerie im Fronhof (D),

OFFENBACH Stadtmuseum (B) (K),

HANAU Schloss Philippsruhe (B) (K)

2005

OFFENBACH Stadtmuseum (D) (K),

HANAU Schloss Philippsruhe (B)

2004

NÜRNBERG Galeriehaus (E),

KÖLN Kunstverein rechtsrheinisch (B),

LÜDENSCHEID Lichtkunstpreis(B) (K),

DARMSTADT Justus-Liebig-Haus (E),

OFFENBACH Stadtmuseum (B)

2003

HANAU Remisengalerie Schloß Philippsruhe (E),

HOMBURG/MAIN Museum Papiermühle (E) (K)

2002

OFFENABCH Ledermuseum (B),

OFFENBACH EVO-Turm (B)

2001

OFFENBACH Messehalle (B),

HANAU Schloß Philippsruhe (B) (V)

2000

ÖSTERREICH GMÜND, Atelier Stipendium (E) (K)

1999

REUTLINGEN Galerie im Turm (E) (K)

1998

HECHINGEN Weißes Häusle Atelier Stipendium (E)

1997

TÜBINGEN Universität (E),

USA LOS ANGELES Gallery Altitude (E),

TÜBINGEN Kunsthalle (B)

1995

TÜBINGEN Strassen-Performance (E)

1993

USA FLAGSTAFF CCA Gallery (E)

1992

USA TUCSON B. Wright Gallery (B),

FLAGSTAFF Old Main Museum (E),

FLAGSTAFF CCA Gallery (B)